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VON BURG ZU BURG – WANDERN IM GLEIBERGER LAND

Ja, richtig gelesen! Wir haben die Rucksäcke gepackt, die Schnürsenkel festgezogen und sind wandern gegangen! Gut, zugegebenermaßen waren es nur knapp sieben Kilometer (spricht man dann noch von einem Spaziergang?) aber es ist ja bekanntlich auch noch kein Wandersmann vom Himmel gefallen 😉 Dafür gibt es auf dieser malerischen Route das volle Burgfräulein-Gefühlspaket und jede Menge zu staunen. Hört sich vielversprechend an? Dann kommt mit uns auf Tour und erfahrt, wo wir waren!

Wir haben für Euch die Route mit Komoot aufgezeichnet, sodass alle, die es nach diesem Artikel in den Füßen juckt, gleich loslegen können. Den Link findet ihr hier: www.komoot.de/tour Wir wünschen Euch viel Spaß und Glück auf!

So, los geht´s. Zunächst mit dem Auto. Das stellen wir an dem kostenfreien Parkplatz unterhalb der Burg Gleiberg ab. Daraufhin geht es direkt auf den angrenzenden Lahnwanderweg. Die Burg, deren eindrucksvoller Anblick sich über uns eröffnet, lassen wir zunächst links (bzw. rechts) liegen. Man hebt sich doch das Beste für den Schluss auf, richtig?

Wir machen also unsere ersten Schritte entlang des Lahnwanderwegs, welcher dieses Jahr übrigens sein 10-jähriges Jubiläum feiert. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Bereits nach wenigen Metern, können wir erahnen, wieso er 2021 zum zweitschönsten Wanderweg Deutschlands gekürt wurde. www.lahnwanderweg.de

Zu unserer Linken lässt der Ausblick auf die Burgruine Vetzberg und den dahinterliegenden Dünsberg unsere Augen groß werden. Doch auch der Blick über die rechte Schulter könnte nicht schöner sein. Von der Gleiberger Burg aus der Froschperspektive und dem strahlend blauen Himmel darüber, können wir gar nicht genug Fotos schießen. Während sich unsere Bildergalerie auf dem Handy langsam, aber sicher füllt, geht es für uns entlang eines schmalen Weges und vorbei an einigen Schrebergärten weiter bergab. Wir gelangen nach einigen Minuten an den Ortsrand von Krofdorf-Gleiberg und überqueren dort die Hauptstraße.

Nachdem wir eine kleine Brücke passiert haben, trennen wir uns nun vom Lahnwanderweg und folgen den Schildern des Kelten-Römer-Pfads, welcher sich seinen Weg rechts unterhalb der Vetzberger Burgruine bahnt. Wir befinden uns nun ziemlich genau in der Mitte der beiden Burgen und müssen wieder einige Male anhalten. Entlang der Rapsfelder blühen bereits Mohn- und Kornblumen, die mit ihren leuchtenden Farben das ideale Vordergrundmotiv bieten. Dem breiten Schotterweg folgen wir vorbei am Schützenhaus, bis die Steigung des Weges langsam wieder zunimmt. Ein kleines Holzschild verrät uns, dass wir uns nun “Am Seeberg” befinden. www.kelten-roemer-pfad.de

Nachdem wir scharf links abgebogen sind, rückt die Burgruine in greifbare Nähe. Eingerahmt von einer großen Obstbaumwiese, können wir bereits das kleine Turmfähnchen im Wind flattern sehen. Nun heißt es Zähne zusammenbeißen und den Anstieg nach oben meistern. Über viele kleine Trampelpfade gelangen wir schließlich auf die Straße, welche uns direkt an den Fuß der Ruine bringt. Noch einmal holen wir tief Luft und klettern nach ganz oben. Der Ausblick belohnt uns alle mal.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sammeln wir die Kräfte und begeben uns auf den Rückweg. Wir passieren zunächst das alte Backhaus und durchqueren anschließend die historische Dorfbefestigung, eine enge Durchfahrt, welche noch aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Bergrunter fallen uns die Schritte durch das kleine Örtchen leicht und so finden wir uns im Nu außerhalb im Industriegebiet wieder. Ehrlicherweise ist dies wohl nicht unbedingt der schönste Streckenabschnitt, aber wer seinen Blick nach links gerichtet hält, kann den Gleiberg hier noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive bestaunen. Von den ausladenden Getreidefeldern, welche sich langsam im Wind wiegen, müssen wir natürlich wieder ein paar Fotos schießen.

Während die Burg Gleiberg nun wieder näher rückt, entdecken wir hinter dem Fohnbach einen kleinen Weiher, welcher mit einem grünen Teppich aus Wasserlinsen bedeckt ist. Wir nutzen den idyllischen Anblick für eine kleine Pause und lauschen dem beruhigenden Vogelgezwitscher.

Wir nähern uns dem Ziel. Man erkennt es unschwer an der Steigung, die vor uns liegt. Die Sonne steht nun schon tief und wirft lange Schatten über den Feldweg. Die Burg nicht aus den Augen lassend, meistern wir den Anstieg nach oben. Der starke Wind gibt uns ein bisschen Auftrieb.

Geschafft! Oben angekommen haben wir uns wohl eine Stärkung verdient! Der Albertusgarten ist der ideale Ort dafür. Wir gönnen uns also ein kühles Getränk und genießen den Ausblick über das Gießener Becken bis zum Vogelsberg bei einem leckeren Flammkuchen.

Anschließend drehen wir noch eine Runde über das Burginnere. Hier findet ihr auch das Restaurant Nassauer Stuben. Dort erwartet Euch eine exklusive Küche! Feinschmecker sollten sich einen Besuch auf keinen Fall entgehen lassen. www.burggleiberg.de/gastronomie

Mit ein paar letzten, atemberaubenden Aufnahmen aus dem Inneren der Burg beschließen wir unsere erste gemeinsame Wandertour und treten bei Sonnenuntergang die Heimfahrt an. www.lahntalliebe.de/gleibergerland

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Euer THM Projekt Team

*** Alle angegebenen Informationen beruhen auf persönlichen Erfahrungen und entsprechen unseren eigenen Einschätzungen. Bei der Auswahl der Lokalitäten mussten wir eine Eingrenzung vornehmen. Die Bandbreite an Attraktionen ist natürlich wesentlich größer als hier abgebildet. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Entdecken! ***